Die Städte in Mecklenburg wurden überwiegend im späten 12. und im 13. Jahrhundert gegründet. Einige, wie Plau am See, schlossen an ein slawisches Burgzentrum an, andere entwickelten sich als neue wirtschaftliche Zentren und einige schließlich, wie Lübz, entstanden als Nachzügler im Vorfeld von Burgen. Doch bis die Städte ihr Gesicht ausbildeten, das wir heute mit ihr verbinden, dauerte es Jahrzehnte. Die erste Kirche war aus Holz, statt einer Mauer gab es Gräben und Palisaden, die Häuser aus Holz und Lehm reihten sich locker entlang der Straßen… Aber auch das gehört zur Stadtgeschichte: die meisten Städte feiern ein falsches Jubiläum, denn die meisten sind älter als wir gemeinhin glauben.
Am Freitag, dem 21. März, gibt Dr. Fred Ruchhöft vom Natur-Museum Goldberg einen Einblick in die Anfänge unserer Städte, so wie es archäologische Forschungen der letzten Jahre zusammen mit einem Blick auf die historischen Gemeinsamkeiten aller Städte überhaupt erst ermöglichen. Der Vortrag im Naturparkzentrum Karower Meiler beginnt um 19 Uhr.